07. Dezember 2010

Herr Bürgermeister Trauth,
werte Ratskolleginnen und Ratskollegen,

eine Schule ohne Raum für Veranstaltungen ist nach unserem europäischem Verständnis fast undenkbar. In Herxheim haben wir sogar – zum Glück - die Möglichkeit unser Schulgebäude einer energetischen Sanierung zu unterziehen, die wir im Laufe des Abends noch beraten und beschließen werden. In einem anderen Kontinent unserer Erde – dem Größten - ist dieser Standard bei weitem nicht erreicht. Dort existiert kein separater Veranstaltungsraum so wie wir Ihn zum Beispiel vom Pamina Schulzentrum kennen. Nein, die Schule in Ruanda ist gezwungen ihre Veranstaltungen im Freien durchzuführen und unterliegt daher der starken Wetterabhängigkeit.

Dennoch sind wir der Meinung, dass unser Grundverständnis als christliche Kultur es gebietet, dass wir für einen Ausgleich und eine Unterstützung der Schwächeren sorgen.

Wir, als Verbandsgemeinde Herxheim, setzen hier mit der guten Zusammenarbeit und Partnerschaft mit dem Arbeitskreis Rwanda e. V und Mutobo ein positives Zeichen und veranschlagen, unabhängig der jeweiligen Finanzlage, jährlich einen festen Förderbetrag. Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis hat sich als beständig und zuverlässig erwiesen, denn gerade dieser Verein achtet stets darauf, dass die Mittel, die wir hier als Förderung bewilligen stets sinnvoll und nutzbringend eingesetzt werden. Auch hier im Verbandsgemeinderat wurde bei der Finanzmittelverwendung auf die nachhaltige und konstruktive Hilfe zur Eigen- und Weiterentwicklung der Bevölkerung in Ruanda geachtete.

Die geplante Mehrzweckhalle für die Sekundarschule BUSOGO stellt mit 83.000 Euro ein Großprojekt dar, weshalb klar ist, hier muss die Last auf mehrere Schultern verteilt werden. Zwar trägt die Hauptlast dieser Summe das Land Rheinland-Pfalz, damit die Gesamtfinanzierung aber steht, bedarf es auch unseres Beitrags der Verbandsgemeinde sowie des Beitrags des Arbeitskreises  Rwanda.

Daher begrüßen wir als CDU-Fraktion mit besonderer Anerkennung, dass der Arbeitskreis Herxheim eine Anteilsfinanzierung von 5% an den Gesamtkosten übernimmt. Wir befürworten daher auch, den maximalen Betrag, der für die Partnerschaftsarbeit zur Verfügung steht, diesem Projekt zufließen zu lassen.

Es handelt sich bei diesem Projekt nicht nur um eine Mehrzweckhalle sondern um eine Art Gemeinschaftszentrum, dass neben sportlicher Betätigung für die Schüler, sicher auch dem Gemeinschaftsgeist der Bürgerinnen und Bürger vor Ort dient.

Bevor ich nun meine Ausführungen beende, möchte ich allerdings noch auf den erstaunlich hohen weibliche Anteil der Schülerschaft hinweisen. In einem Land, indem zwischen Mann und Frau ein überwiegend hierarchisches System herrscht,  indem sich die Frau meist unterzuordnen hat, stellt dies – meines Erachtens – einen Ausnahmecharakter dar. Ich schließe darauf, dass wir bei der Unterstützung der Schule nicht nur die Bildung des Landes und der Menschen fördern, sondern auch die  gesellschaftlichen Modernisierung mit einschließen.

Die CDU-Fraktion bedankt sich ausdrücklich für das Engagement des Arbeitskreises Rwanda Herxheim sowie Verwaltung für den Einsatz für diese ausgesprochen gute Partnerschaft mit Mutobo.

Dem vorliegenden Beschlussvorschlag stimmen wir zu und wünschen Projekt eine zügige und gute Verwirklichung.

Nächste Termine

JUN
21

21.06.2012 16:00 - 19:00
Sitzung des Verbandsgemeinderats Herxheim

SEP
25

25.09.2012 16:00 - 19:00
Sitzung des Verbandsgemeinderats

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