21. März 2010

Herr Bürgermeister Trauth,

werte Ratskolleginnen und Ratskollegen,

der vorliegende Jahresbericht der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Herxheim ist überwiegend als Tätigkeitsbericht zu verstehen und auch in weiten Teilen zu loben.

Insgesamt 40 Veranstaltungen sind im Jahreskalender 2009 aufgelistet und hierbei sind viele der einzelnen Veranstaltungen in den Jugendräumen noch nicht hinzugerechnet. Erfreulich ist hierbei, dass die Veranstaltungen sowohl einen geselligen und gemeinschaftsstiftenden, dabei aber auch einen bildungsortientierten Charakter haben. So ist davon auszugehen, dass unsere Kinder und Jugendlichen bei Veranstaltungen wie das „Projekt Zivilcourage“, die „Gesundheitsralley“ oder aber auch der „Dreck-Weg-Tag“ nicht nur sinnvoll ihre Zeit vertreiben, sondern auch etwas fürs Leben mitnehmen.

Einer der Schwerpunkte im Jahr 2009 war die Neuwahl und Konstituierung des Jugendparlament Herxheim. Dass die Organisation einer Wahl bei Einhaltung aller formalen Voraussetzungen nicht einfach ist, dürfte jedem Wahlhelfer bekannt sein. Hier aber auch noch Jugendliche in die Organisation mit einzubeziehen ist außerordentlich wichtig, und nebenbei erwähnt eine Seltenheit in rheinland-pfälzischen Jugendgremien.

Die Arbeit des Jugendparlament selbst darf als erfolgreich angesehen werden.

Die Art und Weise wie hier Jugendliche an das gesellschaftliche und politische Leben unserer Gemeinde herangeführt werden, aber auch die Tatsache, dass das Herxheimer Jugendparlament auch überregional Beachtung findet, ist beachtlich und darf hervorgehoben werden. Dank gilt an dieser Stelle speziell Frau Stripecke, die das Jugendparlament schon seit Jahren erfolgreich begleitet.

Die im Bericht genannten Kinderferienwochen haben sich in den vergangenen Jahren als eine gut frequentierte und anerkannte Veranstaltungsreihe heraus kristallisiert. Wie sollte es auch anders sein, bei Veranstaltungen die jeder Altersgruppe etwas bietet und meist auch noch die Verbindung zu Vereinen herstellt. Diese Angebote sind wichtig im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade Alleinerziehende, die nur eingeschränkt durch Urlaubszeiten in der Lage sind, die Kinder während der ganzen Schulferienzeit betreuen zu können, sind dankbar für diese Angebote, wissen sie doch ihre Kinder in guten Händen und mit sinnvoller und interessanter Beschäftigung betraut. Es wird für die Zukunft in diesem Bereich Handlungsbedarf geben, dem wir mit angemessenen und finanzierbaren Angeboten begegnen sollten.

Unsere Verbandsgemeinde darf allerdings auch auf die insgesamt vier Jugendräume und das Jugendzentrum in Herxheim stolz sein. In allen Orten unserer Verbandsgemeinde  haben die Jugendlichen somit einen Anlaufpunkt um zusammen mit Freunden sinnvollen und betreuten Beschäftigungen nachzugehen und neue Leute kennen zu lernen. Gerade aus diesem Grund sollte es uns auch in Zukunft wichtig sein, diese Einrichtungen zu unterstützen und ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern.

Betrachtet man die Auswertung des „Dorftest“ bezüglich des Herxheimer Jugendzentrums, so fällt jedoch deutlich auf, dass zwar 95 % der befragten Jugendlichen das Jugendzentrum kennen, aber nur knapp 53 % eine positive Bewertung hierfür abgeben. Für uns ist daher klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Jugendpflege und Jugendzentrum in den kommenden Jahren wieder verstärkt und ausgebaut werden muss. Auch der im Bericht genannte unregelmäßige Austausch zwischen Schulsozialarbeitern, Jugendzentrum und Jugendamt muss 2010 wieder intensiviert werden.

Damit die Arbeit in den Jugendtreffs auch selbständig, ohne die aktive Anwesenheit der Jugendpflegerin laufen kann, wäre es gut, auf ehrenamtlich tätige Erwachsene zurückgreifen zu können. Ehrenamtliche Tätigkeiten werden oft aber als Verpflichtung und Einengung der persönlichen Freizeitgestaltung angesehen. Daher ist es nicht ganz leicht, entsprechende Personen für die Mitarbeit und Unterstützung zu gewinnen. Wir möchten an dieser Stelle aber auch darum bitten, dass eventuell als Synergie-Effekt die punktuelle Zusammenarbeit mit anderen Gruppen vor Ort bedacht wird. Wie wir im Rahmen unserer Beratungen in der Fraktion festgestellt haben, gibt es zum Beispiel in Hayna eine Inititative, die sich "Lebendiges Pfarrhaus" nennt. Vielleicht lässt sich im Kontakt mit dieser Gruppe ja ein gemeinsamer Nenner finden, der für beide Seiten Vorteile bringt. In Herxheimweyher bietet zum Beispiel die örtliche Nähe und die gemeinsame Zielgruppe der Jugendfeuerwehr eine vergleichbare Basis. In dieser Hinsicht sollte auch in den anderen Orten nach Lösungsansätzen gesucht werden.

Mit der im vergangenen Jahr erfolgten personellen Änderung, des Weggangs von Frau Bloch, die sich nun ausschließlich um die Jugendsozialarbeit an der Grundschule kümmert, ist zwar im Umfang keine Einschränkung erfolgt. Durch die Tatsache aber, dass die Aufgaben nunmehr nicht mehr auf zwei Schultern, sondern lediglich auf eine Person gelastet sind, ergeben sich auch neue Fragen. Was passiert im Krankheits- oder in Urlaubszeiten der Jugendpflegerin. Hierfür muss ein Lösungsansatz gefunden werden. Den Vorschlag des Bürgermeisters durch einen "runden Tisch" mit allen Beteiligten der kommunalen Jugendpflege und Schulsozialarbeit in der Verbandsgemeinde finden wir gut. Dabei kann sicher auch eine Verbesserung im Zusammenwirken dieser Kräfte erreicht werden. Nur wer sich gegenseitig abstimmt, kann sich auch ergänzen. In diesem Sinne sehen wir den "runden Tisch" als einen konsequenten Schritt in diese Richtung.

Alles in allem darf ich nochmals großes Lob an die geleistete Arbeit von Frau Stripecke und Frau Bloch aussprechen und mich im Namen der CDU-Fraktion auch herzlich bedanken. Ihr Bericht ist eine Freude für jeden Leser!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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Sitzung des Verbandsgemeinderats

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