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8. April 2011

HERXHEIM/VERDUN. Wenige Regionen sind mit dem 1. Weltkrieg so sehr in Verbindung zu bringen wie die Kleinstadt Verdun in Frankreich. Daher organisierte die Junge Union Herxheim-Hayna am vergangenen Samstag eine geschichtspolitische Bildungsfahrt für junge Menschen an die Kriegsschauplätze von Verdun. Nach einer Einführung in die Thematik durch Besuch des Museums „Mémorial de Verdun“ konnten die Teilnehmer das durch den Granathagel total ausgelöschte Dorf „Fleury“  mit den zahlreichen Mahnsteinen der verschwundenen Häuser besichtigen. Im weiteren Verlauf des Tages, wurde die 40 km lange Festungsanlage „Fort de Douaumont“ besichtigt, welches zur damaligen Zeit das größte Fort in der Region darstellte. Hier wurden 1916 nach einer Explosion des Granatendepots 657 deutsche Soldaten aufgrund Zeitmangels eingemauert. Unweit davon konnten die zahlreichen Teilnehmer dann das Gebeinhaus in Douaumont und den angrenzenden französischen Soldatenfriedhof, mit 15.000 Gräbern von französischen Soldaten, besichtigen.

Hier aber auch am deutschen Soldatenfriedhof in Consenvoye, welcher mit 11.146 Gräbern der Größte der Region ist, wurde an der Stelle, an der schon Francois Mitterand und der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl die deutsch-französische Freundschaft sicherstellten, ein Blumenkranz für die vielen gefallen Soldaten des ersten Weltkrieges niedergelegt. „Wenn man solche Eindrücke mitnimmt, weiß man den Frieden, den wir in Europa heute genießen, erst zu schätzen! Gerade junge Menschen haben die Aufgabe aus der Geschichte zu lernen und für den Frieden in Europa und der Welt einzustehen.“, so Sven Koch, Vorsitzender der Jungen Union Herxheim-Hayna. Koch ist sich sicher, dass mit derartigen Gedenk- und Bildungsfahrten ein erheblicher Teil für den europäischen und internationalen Frieden beigetragen werden kann. Besonders gefreut hat sich die Junge Union auf die finanzielle Unterstützung der Fahrt durch die Stiftung „Gedenken und Frieden e. V.“, welche auch die vielen Kriegsgräber unterhält. „Derartige Unterstützungen sind ein sicheres Investment in geschichtspolitische Bildung von jungen Menschen und in den Frieden.“, bewertet Koch die Förderung dankend. Für die Junge Union Herxheim-Hayna steht fest, dass derartige Bildungsfahrten auch in Zukunft zur politischen Arbeit der Organisation gehören.

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